Barricade 100 open wells – Absicherung von offenen Brunnenschächten rettet Elefantenleben
Hintergrund Es gibt Tausende verlassener und offener Brunnenschächte in Indien. Viele liegen versteckt an den Wanderrouten der Dickhäuter. Immer wieder fallen die Tiere auf der Suche nach Wasser in die ungesicherten Brunnenschächte – zwischen 2012 und Mai 2022 waren es 66 wilde Elefanten, darunter 27 Kälber. Obwohl viele Tiere gerettet wurden, starben acht von ihnen, darunter ein etwa fünf Wochen altes Kalb, nachdem es von seiner Herde getrennt wurde. Einige Elefanten wurden verletzt und viele Kälber wurden für immer von ihren Herden getrennt.
Traumatische Erfahrung eines Elefantenbabies Beinahe hätte dies auch für ein vierähriges Elefantenbaby tragisch enden können. Das Kalb war in einen verlassenen Brunnen in der Nähe des Baripada-Waldes gefallen und überlebte zwei Tage. Glücklicherweise konnte das Kalb noch rechtzeitig geborgen werden. Nur eine langfristige Lösung, diese offenen Brunnen abzusichern, kann solche Tragödien in Zukunft verhindern.
Absicherung mit T-Barrieren rettet Leben Die Herstellung der Barrieren ist ein mühsamer, langwieriger Prozess. Diese Arbeit wird von den Einheimischen sehr sorgfältig durchgeführt. Sobald die T-Formen völlig ausgetrocknet sind, kann mit der Installation begonnen werden. Bis jetzt wurden rund 400 dieser Formen konstruiert. Pro Brunnen braucht man 10 bis 25 Barrieren. Einige kleinere Brunnen werden einfach abgedeckt. Insgesamt werden somit 100 der gefährlichsten Brunnen abgesichert. Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges. VFAES hofft, diese Aktion auf gefährliche Schlüsselstellen ausweiten zu können.
Der Anbau von Pflanzen und die Schaffung von Wasserstellen können 500 Elefantenleben retten.
Hintergrund Da die Wälder in Odisha aufgrund der schnell wachsenden Infrastruktur schnell schwinden, dringen notleidende und hungernde Elefanten in die Dörfer und Felder ein, um Nahrung und Wasser zu finden. Dabei müssen sie Hauptverkehrsstraßen überqueren. Dies verschärft den Mensch-Elefanten-Konflikt und führt zu einer hohen Anzahl von toten Elefanten, verursacht durch Fahrzeugkollisionen. Die Wiederherstellung geschädigter Lebensräume mit den von den Dickhäutern bevorzugten Pflanzen und die Schaffung von Wasserlöchern kann verhindern, dass sie die stark befahrenen Straßen für Nahrung und Wasser überqueren, und so unnötig Todesfälle verhindern.
Die schnell wachsende Infrastruktur tötet Elefanten Der Mensch-Elefanten-Konflikt eskaliert in ganz Odisha. 947 Elefanten haben innerhalb der letzten 10 Jahre dabei ihr Leben verloren. Die schnell wachsende Infrastruktur verursacht einen starken Rückgang der von Elefanten bevorzugten Pflanzenarten wie auch Wassermangel in den wichtigsten Lebensräumen der Tiere. Bevölkerungswachstum und die stetige Nachfrage nach Ressourcen, die unerbittliche Zerstörung von Elefantenhabitaten, der Bau von Kanälen, Eisenbahnschienen und mehrspurigen Autobahnen zersplittern und zerstören die Wälder und treiben Elefanten in die Dörfer.
Der Anbau von Pflanzen und Wasserstellen können Elefantenleben retten Ziel des Projekts ist es, die Verfügbarkeit von ausreichend Futter und Wasser in zentralen Lebensräumen/Korridoren von Elefanten sicherzustellen. In Baumschulen werden die von den Dickhäutern bevorzugten Pflanzen wie Bauhinia-Reben, Jackfrucht und Mango angebaut und bis zur Reife überwacht. Gleichzeitig werden Wasserstellen in Kernwäldern geschaffen. Die ansässigen Menschen werden ausgebildet und es entstehen Jobangebote. Die Maßnahmen werden die Konflikte und Feindseligkeiten zwischen Menschen und Elefanten mildern und ein friedvolles Zusammenleben fördern.
Elefanten und die lokale Bevölkerung profitieren! Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind ein Fahrplan zum Schutz der gefährdeten asiatischen Elefanten und ihres Lebensraums/Korridors. Langfristig wird dieses Projekt Elefanten und Menschen zugutekommen – ökologisch, kulturell und sozioökonomisch, da die Menschen beginnen werden, den Wert des Schutzes von Elefanten zu erkennen. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern werden Dorfbewohner und Forstbeamte in das Projekt miteinbezogen, um die Elefanten und die Artenvielfalt zu schützen wie auch gleichzeitig Lebensgrundlagen für die Menschen in diesen Gebieten zu schaffen.
Bitte geben Sie den verzweifelten Elefanten in Odisha eine Chance und unterstützen Sie dieses Projekt hier!
Billboards– reflektierende Warntafeln verhindern Verkehrsunfälle mit Elefanten
Hintergrund Im Bundesstaat Odisha leben etwa 45 Millionen Menschen. In den fragmentierten Wäldern gibt es noch etwa 2 000 von Indiens 27 000 wilden Elefanten, die aufgrund der stark wachenden Bevölkerung und knappen Ressourcen ums Überleben kämpfen. Viele Menschen leben entlang der Waldränder und an den Korridoren, die von Elefanten über Tausende von Jahren genutzt wurden. Die unvermeidlichen Begegnungen mit den Dickhäutern führen zu Konflikten und einer alarmierenden Zahl von Todesfällen.
Stark befahrene Straßen sind Todesfallen Viele stark befahrene Hauptverkehrsstraßen zerschneiden zentrale Lebensräume der Elefanten und zwingen die Tiere auf der Suche nach Nahrung tückische Straßen zu kreuzen. Autofahrer und insbesonders Lkw-Fahrer verhalten sich leider rücksichtslos. Die bestehenden Warnschilder sind zu unauffällig und daher wirkungslos. Deshalb häufen sich tödliche Verkehrsunfälle mit Elefanten. Die Dickhäuter überqueren hauptsächlich in der Nacht die Straßen. Sie wurden von Fahrzeugen erfasst und getötet, deren Lenker nicht realisieren, dass Elefanten die Wege entlang der Autobahn kreuzen.
Reflektierende Warnschilder schützen nun Elefantenleben Future for Elephants beteiligte sich mit Hilfe seiner Unterstützer an den Kosten der 16 speziellen Warntafeln. Lkw- und Autofahrer werden nun aufgrund der auffälligen Größe, des Designs und der klaren Botschaft der reflektierenden Tafeln sofort alarmiert und so auf die Tiere aufmerksam.
Die Warnschilder wurden an mehreren besonders beliebten Elefantenrouten installiert. Sie werden tödliche Zusammenstöße minimieren und langfristig dazu beitragen eine bedrohte Art vor dem Aussterben zu bewahren. Gleichzeitig wird so auf lange Sicht das Bewusstsein für die Anwesenheit der Elefanten geschaffen.
Elefantenfreundliche Solarzäune retten 500 Elefanten vor tödlichen Stromschlägen
Hintergrund Asiatische Elefanten sind vom Aussterben bedroht. In Asien gibt es weniger als 40 000 Exemplare, davon 27 000 in Indien. 2020 war ein katastrophales Jahr für Indiens Elefanten. Gefangen zwischen der Pandemie und den schwindenden Ressourcen, die durch Indiens wachsende Bevölkerung verursacht werden, kommen die Elefanten auf ihrer verzweifelten Suche nach Nahrung immer öfter zu nahe an die Dörfer. Um ihre Ernten zu schützen, benutzen die Bauern illegale Elektrozäune. Die Dickhäuter zahlen dafür oft mit ihrem Leben.
Elefanten sterben durch Stromschläge Im indischen Bundesstaat Westbengalen sterben jedes Jahr 1-2 Elefanten an versehentlichen oder vorsätzlichen Stromschlägen. 2020 waren es jedoch etwa 10 Dickhäuter. Einige Fälle wurden durch versehentlich herabhängende Kabel verursacht. Während der COVID-Sperre wurden Elefanten jedoch vorsätzlich mit Stromschlägen durch illegale Elektrozäune getötet, da die Bauern ihre Ernte schützen wollten.
Tragbare Solarzäune schützen Elefanten Das Pilotprojekt "Saving 500 Elephants from Electrocution" im Distrikt Jalpaiguri zielt darauf ab, Elefanten vor Stromschlägen zu bewahren. Kostengünstige tragbare Zäune und Aufklärung, um ein Bewusstsein zu schaffen, soll ein harmonisches Zusammenleben zwischen Dorfbewohnern und Elefanten ermöglichen. Die erste Phase umfasste die Installation von kostengünstigen, wiederverwendbaren Solarzäunen, die so konzipiert sind, dass sie nach der Erntesaison einfach auf- und abgebaut werden können. Der Zaun wird Elefanten davon abhalten, Dörfer und Ackerland zu betreten und so Tragödien abwenden. In der zweiten Phase wurden Landbesitzer und Bauern über die rechtlichen Konsequenzen von Hochspannungszäunen informiert wie über die Notwendigkeit, Elefanten- und Menschenleben zu schützen.
Future for Elephants hat sich mit Hilfe seiner Unterstützer an der Finanzierung des Projekts beteiligt.
Erste Erfolge Aufgrund eines äußerst erfolgreichen Zaunprojektes im Norden von Westbengalen wurde der elefantenfreundliche Zaun auf Bitte des Forstministeriums nun verlängert.
In einem 3 000 Quadratkilometer großen Gebiet mit 50 Dörfern gab es keine Todesfälle durch Stromschläge mehr. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass die Todesfälle durch Stromschläge im Norden von Westbengalen insgesamt rückläufig sind.
Die Einbeziehung der Forstbeamten während der Taschenlampen-Verteilungskampagne hat die Forstbehörde dazu inspiriert, fortlaufende Tür-zu-Tür-Kampagnen in den Dörfern der Elefantengebiete zu starten, um die Dorfbewohner aufzuklären und zu informieren, wie das Elefantensterben verhindert werden kann.
Darüber hinaus werden noch weitere Maßnahmen von der Regierung in Westbengalen durchgesetzt:
Rechtliche Schritte gegen jeden Fall von vorsätzlichem Stromschlag
Gerichtliche Schritte gegen die Teeplantagenverwaltung oder die Elektrizitätsabteilung im Falle eines versehentlichen Stromschlags innerhalb der Schutzgebiete
Strenge Maßnahmen bei der Meldung von unter Spannung stehenden Zäunen, die von der Hochspannungsleitung zum Zaun von Erntefeldern verbunden sind
Reparatur von durchhängenden Drähten, um Unfälle zu vermeiden.
Isolierung von Oberleitungen zur Vermeidung von Unfällen.
EleSense – ein Frühwarnsystem, das Todesfälle an den Bahngleisen verhindert
Hintergrund Es gibt nur noch ca. 40 000 asiatische Elefanten, davon leben etwa 27 000 in Indien. In Westbengalen sind es gerade noch 800 Tiere, die aufgrund des enormen Bevölkerungswachstums und der damit verbundenen rücksichtslosen Ausbreitung der menschlichen Aktivitäten, extrem gefährdet sind. Westbengalen ist mit fast 100 Millionen Einwohnern der viertgrößte Bundesstaat Indiens. Der rasche Ausbau der Infrastruktur inklusive Straßen und Eisenbahnnetz, zerschneidet immer mehr die Lebensräume und Migrationsrouten der letzten wilden Elefanten.
Bahngleise sind tödliche Fallen für Elefanten Die Bahnstrecken sind tödlich für die Dickhäuter und haben in den letzten 10 Jahren 186 Elefanten das Leben gekostet. Durchschnittlich sterben jährlich zwei bis drei Elefanten bei Zugkollisionen. In Westbengalen befindet sich eine der längsten und tödlichsten Eisenbahnstrecken. 2017 wurden sieben Elefanten von einem Personenzug erfasst und getötet.
Geschwindigkeitsbeschränkungen werden zwar innerhalb der Schutzgebiete eingehalten, jedoch nicht außerhalb. Hier passieren die meisten Unfälle. Das innovative Frühwarnsystem macht die Lokführer auf die Anwesenheit von Elefanten aufmerksam und gibt ihnen genügend Zeit den Zug rechtzeitig anzuhalten. Gleichzeitig warnen die Sirenen auch die Elefanten vor den Zügen und hindern sie daran, die Bahngleise zu überqueren. Der Sensor erkennt die Anwesenheit der Tiere bis zu 500 Metern Entfernung zu den Gleisen und löst einen Alarm aus, der von den Zügen wahrgenommen wird. Bisher wurden 130 Geräte an den Rändern von Kernlebensräumen installiert, die sich als sehr wirksam bei der Abschwächung von Mensch-Elefanten-Konflikten erwiesen haben.
EleSense – die Lösung In der ersten Phase des Projekts in Westbengalen wurde eine Inspektion entlang des 70 km langen und tödlichsten Abschnitts der Eisenbahnstrecke durchgeführt. Die besonders kritischen Abschnitte in dem Gebiet, in dem Elefanten am häufigsten unterwegs sind, wurden von einer Elefantenspezialistin identifiziert.
Die zweite Phase beinhaltet die Installation der EleSensor-Geräte entlang einer fünf Kilometer langen Strecke in Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnministerium, der staatlichen Forstbehörde und den Teeplantagenverbänden in der Region.
Dieses sensorbasierte Frühwarnsystem wurde von ortskundigen Tech-Experten in Indien vor Ort konzipiert und ist sehr widerstandsfähig gegen Schäden durch Witterungseinflüsse oder Wildtiere. EleSense wird nicht nur eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung von tödlichen Unfällen von Elefanten spielen, sondern auch lokale Arbeitsplätze schaffen und bei langfristigen Bemühungen zum Schutz der Elefanten helfen.
Helfen Sie mit Future for Elephants beteiligte sich mit Hilfe seiner Unterstützer bereits an dem Projekt. Derzeit ist die vollständige Finanzierung jedoch noch nicht abgeschlossen. Jeder Euro hilft, weitere tragische Todesfälle auf Westbengalens Bahngleisen zu verhindern.
Geschätzte Elefantenpopulation: 7.800 bis 9.600 Tiere
Conserv Congo ist eine gemeinnützige Naturschutzorganisation mit Sitz in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). Gegründet wurde die Organisation im Jahr 2013 von Adams Cassinga, einem ehemaligen Investigativ-Journalisten, der inzwischen als Ermittler für Wildtierverbrechen tätig ist.
Zusammen mit 64 ehrenamtlichen Aktivisten setzt sich Adams dafür ein, Wildtierhändler vor Gericht zu bringen. Conserv Congo ist sowohl beim Justizministerium als auch beim Ministerium für Umwelt und Naturschutz registriert und auf dem gesamten kongolesischen Gebiet tätig.
Die DRC nimmt im Kampf für den Wildschutz eine zentrale Rolle ein: Auf dem Staatsgebiet, welches etwa 6-mal so groß ist wie Deutschland, befinden sich ca. 90% des verbleibenden Regenwaldes des Kongobeckens. Es beherbergt neben Gabun, Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik die größte Population von Waldelefanten. Gegenwärtig wird der Bestand auf ca. 7.800 bis 9.600 Tiere geschätzt. Die Elefanten verteilen sich auf verstreute Habitate vor allem in den Regionen Salonga, Okapi und Virunga. Im Jahr 2020 kehrte eine Herde von ca. 500 Tieren aus Uganda dorthin zurück.
Waldelefanten (Loxodonta cyclotis) gehören zu den am stärksten gefährdeten Tieren überhaupt. Sie leben ausschließlich in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas.
Lange Zeit galten sie als Unterart der Savannenelefanten; erst in jüngster Zeit werden sie als eigene Art angesehen und wurden angesichts des dramatischen Rückgangs ihrer Anzahl von der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ auf die Rote Liste gesetzt.
Obwohl Elefanten in der DRC eigentlich den höchsten Schutzstatus genießen, sind sie durch Wilderei, Abholzung sowie Konflikte mit Menschen äußerst bedroht. Nicht nur der Handel mit Elfenbein ist ein Problem, auch gilt Elefantenfleisch weiterhin als teure und begehrte Delikatesse. Allein in Kinshasa werden jährlich um die 60.000 Tonnen Buschfleisch angeboten. Jede Woche werden davon ca. 10-15 Tonnen nach Europa geschmuggelt. Somit wird die DRC zunehmend zum Hotspot des internationalen Wildtierhandels. Adams Cassinga schätzt, dass ca. 80% aller Wildtierkriminalität in Afrika in der DRC stattfindet.
Zwar wurden im Jahr 2014 sehr strenge Gesetze gegen Wildtierkriminalität erlassen, jedoch findet Strafverfolgung so gut wie gar nicht statt. Aus diesem Grund konzentriert sich Conserv Congo inzwischen vor allem auf die Undercover-Arbeit und das Vorgehen gegen die Wildtier/Buschfleisch-Händler, was sich als ungleich schlagkräftiger erweist, als lediglich die Arbeit der Ranger in den Nationalparks zu unterstützen.
Seit 2016 arbeitet Conserv Congo daher nach diesem System:
Zuerst werden Schmuggelaktivitäten verdeckt ermittelt und dokumentiert, wobei die guten Verbindungen zur lokalen Bevölkerung eine entscheidende Rolle spielen.
Nun werden den Händlern Fallen gestellt - so gibt man sich z.B. als Käufer aus. Hier sei auch die z.T. grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Polizei, Interpol und anderen NGOs wie dem EAGLE Network erwähnt.
Nach der Anzeigenstellung bei der Polizei ist nun das sog. „Legal Follow-Up“ entscheidend: Verfolgung der Anzeige, Beweissammlung, Anklage, Verurteilung sowie das Vorgehen gegen Korruption.
Durch Naming und Shaming in der Presse sowie in den Sozialen Medien wird das öffentliche Bewusstsein geschärft.
Gleichzeitig wird an der Erstellung einer Datenbasis gearbeitet. Bisher wurden bereits 1000 Fälle dokumentiert.
Weiter Aufklärung geschieht u.A. durch Jugendarbeit oder in Form von Workshops zur Strafverfolgung, auch mit Beamten. Das Motto lautet hier „Nature Conservation is everybodies business“ - Naturschutz geht jeden etwas an.
Um Alternativen zur Wilderei zu schaffen, ist es maßgeblich, die Nahrungsmittelunsicherheit zu bekämpfen, etwa durch Entwicklung der lokalen Landwirtschaft.
Future for Elephants unterstützt die investigative Arbeit von Adams Cassinga/Conserv Congo mit dem Schwerpunkt Elfenbein und Elefantenfleischhandel.
Geschätzte Elefantenpopulation: 1.000 bis 1.500 Tiere, davon ca. 350 bis 450 im nordwestlichen Waldblock
ELRECO - Elephant Research and Conservation
ELRECO wurde 2017 von Dr. Tina Vogt und Bernhard Forster gegründet und engagiert sich für den dringend notwendigen Schutz der Waldelefanten in Westafrika. Die beiden Gesellschafter sind seit über 20 Jahren erfolgreich für verschiedene international anerkannte Naturschutzorganisationen in Asien und Afrika tätig und arbeiten seit 2010 in Liberia. Das langfristige Ziel der Organisation ist es, sich für das Überleben und den Schutz der möglicherweise noch größten verbliebenen Population an wilden Waldelefanten in Westafrika einzusetzen.
Bernhard Forster beim Dung sammeln
Dr. Tina Vogt bei der Arbeit im Feld
Waldelefanten (Loxodonta cyclotis) gehören zu den am stärksten gefährdeten Tieren überhaupt. Sie leben ausschließlich in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas.
Lange Zeit galten sie als Unterart der Savannenelefanten; erst in jüngster Zeit werden sie als eigene Art angesehen und wurden angesichts des dramatischen Rückgangs ihrer Anzahl von der IUCN als „vom Aussterben bedroht“ auf die Rote Liste gesetzt.
Durch Wilderei und Lebensraumverlust werden die Populationen immer weiter reduziert und fragmentiert. Studien ergaben allein im Zeitraum zwischen 2002 und 2011 einen Verlust von mehr als 60% in Zentralafrika. Der Status der Waldelefanten in Westafrika ist derzeit nicht bekannt, da keine verlässlichen Populationsschätzungen der jeweiligen Länder vorliegen.
In Liberia befinden sich ca. 50% des noch intakten westafrikanischen Regenwaldes. Nach aktuellen Studien von ELRECO lebt hier etwa die Hälfte der verbleibenden Waldelefanten. Somit bietet Liberia eine der besten Überlebenschancen für die Tiere. Doch auch hier ist die Bedrohung durch Wilderei sowie Konflikte mit Menschen allgegenwärtig.
Eine landesweite Erhebung über den Status von Waldelefanten in den einzigen beiden verbleibenden Waldblöcken Liberias wurde im „Nationalen Aktionsplan für Elefanten in Liberia“ als vorrangige Maßnahme definiert. Sie ist zugleich Teil des langfristig angelegten ELRECO-Projekts zur Erhaltung von Waldelefanten.
Die Statuserhebung im nordwestlichen Waldblock wurde zwischen Dezember 2018 und Januar 2021 durchgeführt. Sie beinhaltete Fokusgruppeninterviews in Dörfern mit guten Kenntnissen über Wald und wildlebende Tiere, die Durchführung von Felduntersuchungen zur Erfassung von Fußabdrücken, Dunghaufen, Futterstellen und Elefantenpfaden sowie die Probenahmen von Dung für genetische Analysen.
Die Untersuchung ergab, dass die lokale Waldelefantenpopulation noch intakt ist und sich fortpflanzt. Anzeichen von Waldelefanten wurden unter anderem in jungen sowie alten Wäldern, Sümpfen, Lichtungen, Flusswäldern und Anbauflächen gefunden. Alters- und Größenklassenverteilung entsprechen der natürlichen Populationsstruktur einer langlebigen und sich langsam reproduzierenden Art. Schätzungsweise leben in dem untersuchten Gebiet noch sieben Subpopulationen, mit einer geschätzten Gesamtanzahl von 350-450 Elefanten.
Die Statuserhebung im südlichen Waldblock ist derzeit in Vorbereitung. Die beiden Waldgebiete sind zwar nicht miteinander verbunden, jedoch gilt es als erwiesen, dass Elefanten mitunter auch hunderte Kilometer durch Farmland wandern können. Selbst weit voneinander entfernte Populationen sind in der Lage, über akustische Signale im Infraschallbereich miteinander zu kommunizieren.
Der entscheidende Faktor für das Überleben und die langfristige Erhaltung der Waldelefanten in Liberia ist eine rasche Implementierung von Schutzmaßnahmen. Konkret bedeutet dies die Schaffung von Schutzgebieten und sicheren Migrationsrouten sowie die Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für die Notlage der Dickhäuter.
Das ELRECO-Team organisiert daher Sensibilisierungsveranstaltungen in lokalen Gemeinden, in denen das Projekt vorgestellt wird und über die Grundlagen sowie die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz informiert wird.
Mitgliedern der örtlichen Gemeinde, Studenten und Mitarbeitern der Forest Development Authority (FDA) werden zudem Schulungen in den Bereichen Feldvermessungstechnik, Interviewmethodik sowie Waldelefantenbiologie und -ökologie angeboten.
Durch diese Initiative erhielten bereits fünf Ranger der Forstentwicklungsbehörde und zwei Studenten eine intensive Ausbildung, um Felduntersuchungen durchführen zu können. Zusätzlich haben 69 lokale Gemeindemitglieder an Feldumfragen teilgenommen und wertvolle Fähigkeiten für den Natur- und Artenschutz erlernt.
Die Unterstützung lokaler Gemeinschaften ist deswegen von solch zentraler Bedeutung, da der Konflikt zwischen Menschen und Elefanten in Liberia eine ernsthafte Herausforderung darstellt. Fünf der acht befragten Gemeinden berichteten von Konflikten mit Elefanten. Die Minderung dieser Konflikte wird der Schlüssel sein, um die Unterstützung und das Engagement der lokalen Bevölkerung für den Elefantenschutz zu gewinnen.
ELRECO plant daher Maßnahmen zur Konfliktminderung, einschließlich der Schulung von Elephant Guards, mithilfe welcher dann Netzwerke von Personen gebildet werden können, um die Tiere zu überwachen.
Future for Elephants unterstützt den Einsatz von hauptsächlich liberianischen Feldassistenten für:
Das Training von Farmern und Kommunen in Konfliktlösungsstrategien bei Mensch-Elefanten-Konflikten zum besseren Schutz ihrer Felder und ihrer Ernte.
Einrichtung und Betreiben eines Testgebietes in einer der von Mensch-Elefanten-Konflikten betroffenen Kommunen zum Austesten der Effektivität der verschiedenen HEC-Lösungsstrategien unter kontrollierten Bedingungen
Detailliertere Elefanten-Populations-Surveys in ausgewählten Schlüsselhabitaten im Nordwesten zur Klärung von Gruppengrößen und Dynamik. Dabei werden hauptsächlich graduierte Studenten und Anwohner aus den jeweiligen Kommunen eingesetzt (z.B. als Facilitator, Hauptansprechpartner und Hilfsarbeiter für diverse Aktivitäten in den Kommunen oder als Spurenleser, Camp-Manager, Koch und Träger bei Surveys)
Bitte unterstützen Sie dieses Projekt mit einer Spende! Stichwort ELRECO
Wir helfen, die Tierwelt Sambias zu schützen. Wir glauben, dass keine Organisation diese Herausforderung alleine lösen kann.
„If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together“ (Afrikanische Weisheit)
Sambia war eines der großen Elefantenländer mit einer Population von 160 000, heute sind es nur noch etwa 22 000. Das South-Luangwa-Naturschutzgebiet ist eines der letzten Rückzugsgebiete der Dickhäuter und liegt im Osten von Sambia, entlang des Luangwa-Flusses.
CSL wurde 2003 gegründet und hat sich mittlerweile zur größten Natur- und Artenschutzorganisation in diesem Gebiet entwickelt. Die gemeinnützige Organisation leistet großartige Arbeit im Kampf gegen die Wilderei und bei der Abschwächung von Mensch-Tier-Konflikten.
Die rasch wachsende Bevölkerung um den Nationalpark übt einen enormen Druck auf die Tierwelt aus. Die steigende Nachfrage nach Buschfleisch und das damit verbundene Problem der Draht- bzw. Metallschlingenfallen, Handel mit Wildtierprodukten, Wilderei von Großwild wie auch die steigende Elefantenwilderei für Elfenbein bedrohen das Ökosystem South Luangwa.
Sichergestellte Drahtschlingen
Um die Wilderei, insbesondere auf Elefanten, effektiv zu bekämpfen, setzt CSL 58 gut ausgebildete Scouts ein, die unermüdlich im Einsatz sind, um Wilderer aufzuspüren und festzunehmen. Jedoch ist dies durch die schiere Größe des zu überwachenden Gebietes allein durch Bodenüberwachung kaum zu bewältigen. Regelmäßige Flugüberwachung unterstützt die Arbeit der Ranger wesentlich. Wilderer können einfacher lokalisiert und dingfest gemacht werden. Zusätzlich liefern die Flugpatrouillen wertvolle Daten zu Tierkadavern, Buschfleisch-Trockengestellen, Bränden, illegaler Holzeinschlag etc.
Ein weiteres wichtiges und unersetzbares Element im Kampf gegen Wilderei bildet die K9-Hundestaffel. Derzeit werden die Hunde darauf trainiert, Elfenbein, Schusswaffen und Munition, Pangoline, Leopardenfelle, Mukula-Holz und bestimmte Arten von Buschfleisch zu erkennen.
Wilderei mit Draht- bzw. Metallschlingen ist nach wie vor nicht nur für Elefanten eine massive Bedrohung, die für die friedlichen Grauen Riesen einen langsamen, qualvollen Tod bedeuten. Das Auslegen der Fallen ist einfach, generiert hohe Renditen und birgt ein sehr geringes Risiko für den Wilderer. CSL versucht mit regelmäßigen Anti-Snaring-Patrouillen dem entgegenzuwirken, um die Schlingen aus dem Busch zu entfernen. Gefangene, verletzten Tiere werden vom CSL-Tierarzt-Team betäubt und behandelt. Über 10 000 Fallen wurden von CSL-unterstützten Scouts aus dem Busch entfernt, und seit 2005 konnten mehr als 160 Elefanten, 25 Löwen, 20 Hyänen, 16 Wildhunde, 10 Giraffen, 2 Zebras und 8 Büffel behandelt und gerettet werden.
Durch das Fehlen eines Landnutzungsplans in den Wildmanagementgebieten um den Nationalpark entstehen überall unkontrolliert Farmen und Infrastrukturen. In den Gemeinden häufen sich daher Mensch-Elefant-Konflikte und Zwischenfälle mit Raubtieren, die häufig mit enormen Verlusten verbunden sind. CSL versucht, die daraus resultierenden Mensch-Tier-Konflikte durch eine Vielzahl von Methoden abzuschwächen bzw. abzuwenden. Dies umfasst Versprengen von Chili, Errichten von Zäunen zum Schutz vor Elefanten, konfliktfreie Testzonen, Wachtürme und elefantensichere Getreidespeicher.
Die Nutzung des lokalen Radios zur Aufklärung der Gemeinden, die in unmittelbarer Nähe zu Wildtieren leben, ist eine weitere Initiative. Gemessen an dem gigantischen HWC-Problem (human wildlife conflict) ist der Erfolg, es zu reduzieren, relativ effektiv.
Beauty from Brutality
Mulberry Mongoose ist ein ganz besonderes Schmuckgeschäft, und liegt direkt an einem alt bekannten Elefantenpfad in Mfuwe (South Luangwa/Sambia). Die hier beschäftigten Handwerkerinnen und Designerinnen lassen sich von der umgebenden Natur und den wildlebenden Tieren inspirieren und gestalten außergewöhnliche Schmuckstücke.
Dabei enthält jedes Stück Teile von Schlingenfallen oder besteht überwiegend aus diesen, wie das Armband links. Das Schlingenmaterial wird von der Anti-Wilderer Einheit des Conservation South Luangwa im Busch eingesammelt und zu Mulberry Mongoose gebracht. Das Material wird recycelt und zu einzigartigen Schmuckstücken verarbeitet – Beauty from Brutality!
Wilderei ist leider in dieser Gegend traurige Realität. Die Tiere, die mit den Schlingenfallen gefangen werden, sterben einen langen grausamen Tod. Opfer sind Giraffen, Löwen, Leoparden wie auch Elefanten. Mulberry Mongoose spendet einen prozentuellen Anteil der Einnahmen aus dieser Kollektion an die Snare Patrols, so konnten seit 2013 über 110.000 USD bereitgestellt werden. Der Schmuckverkauf unterstützt die Wildhüter und sorgt ebenso für Arbeit und die Weiterbildung der jungen Frauen!
Future for Elephants bietet nun exklusiv in Deutschland limitierte Schmuckstücke aus der Drahtschlingen-Kollektion an! Das Armband mit der Ringschließe kann für 40 Euro plus Versand hier bestellt werden! Bitte schreiben Sie bei Interesse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Die Erlöse abzüglich der Bezugskosten gehen zu 100 % an die Ranger von Conservation South Luangwa.
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