NOKU, das verwaiste Waldelefantenmädchen

Rettung eines seltenen Waldelefantenkalbs in Liberia

Waldelefanten sind durch Wilderei und Lebensraumverlust akut vom Aussterben bedroht. In Liberia lebt derzeit nur noch eine geschätzte Elefantenpopulation von etwa 1 000 Tieren.

Von unseren Partnern ELRECO erhielten wir die traurige und gleichzeitig erfreuliche Nachricht, dass ein ganz alleine auf sich gestelltes Waldelefantenbaby von der Liberia Forestry Development Authority (FDA) gerettet wurde. Die Mutter des Kalbs wurde vermutlich getötet.

Waldelefanten pflanzen sich nur sehr langsam fort. Daher ist jedes einzelne Tier enorm wichtig und entscheidend für den Fortbestand der Population.

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Die Rettungsaktion 

Eine Tierärztin des Libassa Wildlife Sanctuary begleitete das Rettungsteam und so wurde das Elefantenkalb während des Transports bestens betreut, medizinisch versorgt und gefüttert.

NOKU – so wurde die Kleine getauft – wurde nach Konia im Nordwesten von Liberia gebracht, wo die FDA eine Feldstation unterhält. Hier wird das Kalb vorübergehend versorgt. NOKU ist noch sehr klein und fragil, nur etwa 85 cm hoch und ihre Backenzähne sind erst vor kurzem durchgebrochen. Das Team von ELRECO vermutet, dass sie nicht älter als 4-6 Monate ist. In diesem Alter sind Elefantenkälber physisch und emotional noch sehr stark von der Mutter und der Muttermilch abhängig. Das bedeutet, dass NOKU rund um die Uhr von menschlichen Adoptiveltern versorgt werden muss.

Eine große Herausforderung, denn bislang gibt es in Liberia weder ein Sanctuary noch eine Nursery, die auf Elefantenpflege und -auswilderung spezialisiert ist!

NOKUs Betreuungsteam wurde kurzerhand organisiert und besteht derzeit aus drei Personen, die alle höchst engagiert sind. Kesselly, ein junger Absolvent des Forestry Training Institutes ist ihre Hauptkontaktperson. Zur Seite stehen ihm zwei FDA-Damen, Bendu und Yama, die sich hauptsächlich um die Milch- und Futterzubereitung kümmern und die 24/7 Betreuung unterstützen.

Kesselly scheint wie geschaffen für diese Aufgabe zu sein und hat offenbar ein sehr gutes Gespür für NOKUs Bedürfnisse und Gefühle. Er liebt diesen Job und ist rund um die Uhr für das Kalb da, um mit ihm spazieren zu gehen, mit ihm zu spielen oder es zu versorgen. Auch die Nacht verbringt Kesselly in NOKUs Nähe und füttert das Kalb regelmäßig,

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Die Kleine kann noch keine feste Nahrung kauen. Daher wird sie zusätzlich zur Milch mit kleingeschnittenen Bananen, Papayas und Avocados gefüttert. Die Fruchtstücke kann sie leicht im Gaumen zerdrücken. Sehr gerne mag sie auch geriebenen Maniok, vermischt mit Wasser. ELRECO ist im ständigen Austausch mit der Sheldrick-Foundation und der ZEN-Nursery, um der Kleinen die beste Unterstützung zu bieten.

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Dank der rechtzeitigen Rettung, der hervorragenden Pflege und dem unermüdlichen Einsatz des Betreuungs-Teams geht es NOKU derzeit ausgesprochen gut und sie ist für die nächsten Wochen gut versorgt. Um NOKUs Chancen zu steigern, wurden bereits ein Plan für ihre Zukunft entwickelt.

Die bestmögliche Lösung

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In den nächsten Wochen wird in der Nähe eines Waldgebietes im Nordwesten, wo sich sehr oft Waldelefanten aufhalten, ein kleines Betreuungs-Camp errichtet. Die Einrichtung wird am Rande eines abgelegenen kleinen Dorfes entstehen. Das 3-köpfige Betreuungs-Team mit Kesselly, Bendu und Yama wird voraussichtlich beibehalten. NOKU wird ausschließlich Kontakt zu ihren ständigen Betreuern haben.

Regelmäßige Ausflüge in den nahe gelegenen Regenwald werden der Kleinen die Gelegenheit bieten, sich schnell an ihren zukünftigen Lebensraum zu gewöhnen. Durch die Nähe zu dem Elefantengebiet besteht die größtmögliche Chance, dass die Dickhäuter Interesse an NOKU zeigen und sie früher oder später in ihre Herde aufnehmen.

Da Elefantenkälber jedoch bis zu einem Alter von ca. drei Jahren auf Muttermilch angewiesen sind, muss die bestmögliche Versorgung durch Menschen bis dahin sichergestellt werden. Dafür benötigt ELRECO dringend finanzielle Unterstützung. 

Begleitet NOKU bei Ihrer Erkundungstour in den Wald:
NOKU, das gerettete Waldelefantenmädchen in Liberia

Future for Elephants stellte als Soforthilfe Mittel für die Errichtung des Betreuungs-Camps und die monatlichen Kosten für die nächsten drei Monate zur Verfügung und wird NOKU auf ihren Weg zurück in die Wildnis weiter unterstützen. Für die weitere Versorgung werden jedoch noch dringend Spenden benötigt.

Bitte unterstützen Sie das kleine Waldelefanten-Mädchen und helfen Sie HIER mit, ihre Zukunft zu sichern!